Donnerstag, 6. Dezember 2018, 19:00 Uhr

Fitness Tracking

Die Optimierung des Selbst

mit
Axel Haunschild und Andrea Schubert (Institut für Interdisziplinäre Arbeitswissenschaft, Leibniz Universität), Studierenden und Gästen

Ort
Klaus Fröhlich Hörsaal (B 302)
Hauptgebäude der Leibniz Universität
Welfengarten 1, 30167 Hannover
Stadtbahnen 4/5 bis Leibniz Universität

Abendkasse
4 EUR oder 0 EUR unter 25

Fitness-Tracker erfreuen sich großer Beliebtheit. Nach einer Studie des Branchenverbandes Bitkom trägt bereits jede/r Dritte von uns ein digitales, sensorbestücktes Armband und nutzt die dazugehörigen Fitness-Apps, um die eigenen Körperfunktionen zu messen und zu kontrollieren.

Blutdruckmesser, Kardiogramme, Kalorimeter – solche Apparate waren lange Zeit dem Arzt vorbehalten. Jetzt kann jede/r zum diagnostischen Experten in eigener Sache werden. Die Fitness-App führt einem vor Augen, wie es um den Körper bestellt ist, und legt einem die Quittung für die eigene Lebensführung vor.

Vielen Nutzern ist dieses Monitoring willkommen, liefert es doch die Grundlage für einen verantwortungsbewussten, planvollen, rationalen Umgang mit dem eigenen Körper. Athleten kontrollieren so ihren Trainingserfolg. Menschen, die athletischer werden wollen, fühlen sich durch das digitale Feedback angespornt und angeleitet.

Es gibt aber auch Skeptiker, die diese neuen Kontrollinstrumente lieber mit Vorsicht genießen. Wer kontrolliert hier wen? Was geschieht mit den Daten? Und muss man den Körper wirklich dauernd im Blick haben? Geht hier nicht auch ein Stück Sorglosigkeit verloren? Ist Sportlichkeit der einzige Weg zum Wohlbefinden? Wird hier der Körper zum Gegenstand eines Leistungsdenkens, dass wiederum in Arbeit und Stress umschlagen kann?

Fitness-Tracker, das werden wir sehen, berühren auch die Frage nach dem richtigen Leben, das so oder so geführt werden kann. Zu berichten ist von einem Selbstversuch, den Haunschild und Schubert mit ihren Studierenden durchgeführt haben, und von etlichen anderen Erfahrungen.