Auf einem Luftbild von 1945 sind Bombenkrater zu erkennen. - Foto: Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen
mit
Thomas Bleicher (Leiter Kampfmittelbeseitigungsdienst Niedersachsen)
Marcus Rausch (Sprengmeister), Julia Rebke (Teamleiterin Luftbildauswertung)
Christian Kruse (IPI, Leibniz Universität Hannover)
Ort
Klaus Fröhlich Hörsaal (B 302)
Hauptgebäude der Leibniz Universität Hannover
Welfengarten 1, 30167 Hannover
Stadtbahnen 4/5 bis Leibniz Universität
Abendkasse 4 EUR oder 0 EUR unter 25
Es gibt sie noch, die Altlasten des Zweiten Weltkrieges. Man schätzt, eine von zehn alliierten Fliegerbomben sei ein Blindgänger gewesen. Tausende von ihnen schlummern unter Grundstücken und Wegen, in Wiesen und Gewässern. Eine Spezialbehörde kümmert sich um dieses technische Erbe: der Kampfmittelräumdienst.
Dessen Arbeit bewegt sich zwischen Routine und Ausnahmezustand. Spektakulär sind die Großeinsätze, bei denen ganze Stadtteile evakuiert und tonnenschwere »Block Buster« unschädlich gemacht werden. Im Hintergrund läuft indessen viel systematische Arbeit ab, indem etwa Luftbildaufnahmen ausgewertet und potenzielle Fundstellen kartiert werden.
Thomas Bleicher, Marcus Rausch und Julia Rebke stellen das Aufgabenspektrum des »KBD« Niedersachsen vor. Christian Kruse arbeitet ihnen von wissenschaftlicher Seite aus zu, indem er neue Methoden zur Interpretation von Geländeaufnahmen entwickelt.
Verfahren zur automatischen Luftbildauswertung entwickeln Christian Kruse und seine Kollegen am Institut für Photogrammetrie und GeoInformation der Leibniz Universität Hannover. - Fotos aus: Kruse et. al. (2017)